Kierkegaard Werke
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Gerdes, Hayo / Gerdes, Hayo / Hirsch, Emanuel / Gerdes, Hayo / Junghans, Hans Martin / Kierkegaard, Sören: Die Tagebücher 2. Gesammelte Werke und Tagebücher. 38/2. Abt. Bd. 29, Grevenberg Verlag, Juli 2003 ISBN: 3936762392 NEUBUCH!
Der zweite Band der Tagebücher Kierkegaards umfaßt die Zeit von Dezember 1844 bis Mai 1848. In dieser Zeit verfaßte er zwei große Werke, mit denen sein Wirken als Dichter und als philosophischer Schriftsteller im eigentlichen Sinn seinen Abschluß findet: die "Stadien auf des Lebens Weg" und die "Abschließende unwissenschaftliche Nachschrift zu den Philosophischen Brocken". Dann sehen wir in seinem Lebensgang einen weiteren tiefen Einschnitt: Empört über die Tyrannei, die ein gewissenloses Witzblatt, der "Corsar", in der dänischen Öffentlichkeit übte, provozierte er einen Angriff dieses Blatts auf sich selbst; er erzielte schließlich den Erfolg, daß das Hetzblatt seine Arbeit einstellen mußte, aber um den Preis, daß er selbst ein halbes Jahr lang schlimmste Anpöbelungen und Diffamierungen zu erdulden hatte, während die Masse der Gebildeten sich duckte, viele mit Schadenfreude (vgl. hierzu die 32. Abteilung der "Gesammelten Werke"). Diese deprimierenden Erlebnisse drängten ihm die Folgerung auf, daß das im ganzen Land "mit den Lippen bekannte" Christentum nur die Fassade eines weltlichen Egoismus sei und daß vom Christen die Nachfolge Christi im Konflikt mit dieser getarnten Weltlichkeit gefordert werde. Sein Ringen darum, seine Aufgabe als christlicher Schriftsteller von dieser Einsicht her neu zu verstehen, spiegelt sich wie in der damals beginnenden Reihe umfangreicherer Bände "erbaulicher" und "christlicher Reden" so auch in diesen Tagebüchern. - Copyright (c) 2004 by Grevenberg Verlag Dr. Ruff & Co. OHG, Simmerath
298 S. - Sprache: Deutsch - 212x141x27 mm Einband:Kartoniert / Broschiert / Paperback
[SW: Kierkegaard, Sören]
Gerdes, Hayo / Kierkegaard, Sören / Hirsch, Emanuel / Gerdes, Hayo / Junghans, Hans Martin / Gerdes, Hayo: Die Tagebücher 3. Gesammelte Werke und Tagebücher. 38/3. Abt. Bd. 30, Grevenberg Verlag, Januar 2004 ISBN: 3936762406 NEUBUCH!
Der dritte Band der Tagebücher Kierkegaards umfaßt die Zeit von Mai 1848 bis September 1849. Sie zeigen, wie sein Ringen um ein gewandeltes, radikalisiertes Verständnis des Christentums sich fortsetzt, das besonders durch seine Erlebnisse im "Corsarenstreit" ausgelöst worden war; in dieselbe Richtung wirkte der religiöse Anstoß, den er am Verhalten kirchlicher Amtsträger während der "revolutionären" Unruhen der Folgezeit nahm. Das fand nun Ausdruck in zwei Werken, die er selbst als den wichtigsten Ausdruck seines Glaubens, als die "Werke der Vollendung" oder "Vollbringung" ansah: "Die Krankheit zum Tode" und "Einübung im Christentum" (24. und 26. Abteilung der "Gesammelten Werke"). Ein weiteres Hauptthema der Aufzeichnungen dieses Bandes ist dann die Frage, ob er berechtigt ist, diese harsche Kritik an seiner Kirche und der "bestehenden Christenheit" vorzubringen. Sie zeigen zugleich, wie er unter der ihm auferlegten zunehmenden Vereinsamung litt. - Außerdem enthalten sie ein besonders wichtiges Dokument zum Verständnis der Verlobungskrise und seines Verhaltens in dieser Krise: eine ausführliche Darstellung "Mein Verhältnis zu 'ihr'" in einem Rückblick 8 Jahre nach dem Bruch. - Copyright (c) 2004 by Grevenberg Verlag Dr. Ruff & Co. OHG, Simmerath
358 S. - Sprache: Deutsch - 206x141x27 mm Einband:Kartoniert / Broschiert / Paperback
[SW: Kierkegaard, Sören]
Hirsch, Emanuel / Gerdes, Hayo / Junghans, Hans Martin / Kierkegaard, Sören / Hirsch, Emanuel: Zur Selbstprüfung der Gegenwart anbefohlen. Gesammelte Werke und Tagebücher. 27./29. Abt. Bd. 19 Erbauliche Reden 1850/51. Urteilt selbst, Grevenberg Verlag, Juli 2003 ISBN: 3936762295 NEUBUCH!
In den Schriften dieses Bandes geht es um eine Frage, die Kierkegaard auch nach dem Zeugnis seiner Tagebücher in diesen Jahren immer auf's Neue durchgrübelt hat: um das Verhältnis von religiöser Forderung und Gnade, von Nachfolge Christi und Vergebungsglaube, von "Gesetz und Evangelium". Kierkegaard zeigt, daß er ein Gottesverhältnis nur im Glauben an die alles umfassende Gnade Gottes für möglich hält. Es ist jedoch sein Ziel, so von der Gnade und dem Glauben zu reden, daß der Stachel der "unendlichen Forderung" und unseres Versagens an ihr sich um so schärfer ins Herz des Lesers drückt; sehr eindrucksvoll ist es da z.B., wie er die Geschichte vom barmherzigen Samariter deutet: sieh den Priester, der den Mißhandelten in seinem Elend liegen läßt, und dann "sollst Du zu Dir selbst sagen: 'Das bin ich.'" Christus und seine Gnade werden hier verstanden und erlebt als eine ständige Unruhe, die zur Verinnerlichung treibt. - Die Schriften zeigen Kierkegaards religiöses Denken in einer Endphase, ehe er für mehr als 3 Jahre verstummte, um dann seinen Aufsehen erregenden Angriff auf Kirche und "Christenheit" der Gegenwart zu unternehmen (s. "Der Augenblick", 34. Abteilung der "Gesammelten Werke"). - Copyright (c) 2004 by Grevenberg Verlag Dr. Ruff & Co. OHG, Simmerath
266 S. - Sprache: Deutsch - 212x144x24 mm Einband:Kartoniert / Broschiert / Paperback
[SW: Kierkegaard, Sören]
Kierkegaard, Sören / Hirsch, Emanuel / Gerdes, Hayo / Junghans, Hans Martin / Junghans, Hans Martin: Abschließende unwissenschaftliche Nachschrift zu den Philosophischen Brocken 2. Gesammelte Werke und Tagebücher. 16/2 Abt. Bd. 11, Grevenberg Verlag, Januar 2004 ISBN: 393676221X NEUBUCH!
In dieser Schrift geht es Kierkegaard darum, die neuen theologischen und philosophischen Denkansätze seiner bisherigen Schriften zusammenzufassend darzustellen. Dabei steht im Mittelpunkt der Konflikt zwischen christlichem Glauben und wissenschaftlichen Denkmethoden, den der unter dem Pseudonym Climacus eingeführte "Verfasser" der "Philosophischen Brocken" herauszuarbeiten sich bemüht hatte; der Begriff des "Paradoxes", unter den "Climacus" Kernaussagen des christlichen Glaubens gestellt hatte, wird hier besonders umfassend erörtert. Die Interpretation des Werkes wird dadurch erschwert, daß dieser "Climacus", der den besprochenen Glaubensfragen als ungläubiger Verstand fremd, ohne die innere Ergriffenheit des Gläubigen gegenübersteht, auch in dieser Schrift als "Verfasser" auftritt. Immerhin zeigt er für diese Glaubensfragen trotz solcher Distanz ein leidenschaftliches Interesse, behandelt andererseits die Bemühungen hegelischer Philosophen, das Christentum ihrem "System" objektivierend einzuordnen, als Herren des Systems ihm darin seine Rolle zuzuweisen, mit deutlicher Ironie. So ist diese Schrift ein Hauptdokument der Auseinandersetzung Kierkegaards mit dem Hegelianismus wie mit der damaligen Theologie. Besonders ausführlich sind in ihr die für ihn charakteristischen Leitgedanken entwickelt; außer dem "Paradox" sind vor allem zu nennen: das "Absurde", der "Einzelne", die "Subjektivität", die "Existenz" und der "existierende Denker", der "Augenblick", die "Gleichzeitigkeit", die "Unkenntlichkeit". Sehr wichtig ist die weitere, vertiefende Ausarbeitung des Systems der "Existenzsphären" religiöser Entwicklung: der ästhetischen, der ethischen, der ethisch-religiösen und der paradox-religiösen, und die Unterscheidung des endlichen und des ewigen Ethos. - Diese Schrift hat mit am stärksten auf die Existenzphilosophie gewirkt. Doch muß der Leser sich immer wieder der Frage stellen: Wo spricht hier der letztlich ungläubige Skeptiker Climacus, und was ist Kierkegaards eigene Überzeugung? Eine Hilfe findet er dabei im ersten Teil der "Erbaulichen Reden in verschiedenem Geist" (s. 18. Abt. der "Gesammelten Werke"). - Copyright (c) 2004 by Grevenberg Verlag Dr. Ruff & Co. OHG, Simmerath
420 S. - Sprache: Deutsch - 210 x 144 x 32 mm Einband:Kartoniert / Broschiert / Paperback
[SW: Kierkegaard, Sören]




