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| No. 1 | Wien, Tosa Verlag, ohne Jahresangabe, ca. 1968. Limitierte Sonderausgabe. 319 Seiten. Einband: P.R. Drake. 19 cm. Illustrierter Pappband. Guter Zustand. - Hans (Joachim) Dominik (* 15. November 1872 in Zwickau; 9. Dezember 1945 in Berlin) war ein deutscher Science-Fiction- und Sachbuchautor, Wissenschaftsjournalist und Ingenieur (Elektrotechnik, Maschinenbau). Familiärer Hintergrund und Studienjahre Hans Dominik wurde als Sohn des Journalisten und Verlegers Friedrich Wilhelm Emil Dominik und dessen Frau Hedwig, geborene Mügge, am 15. November 1872 in Zwickau (Sachsen) geboren. Er ist der Enkel von Theodor Mügge. Seine Jugendjahre wie auch den größten Teil seines Lebens verbrachte er in Berlin. Er besuchte verschiedene Gymnasien, u.a. das Gymnasium in Gotha, an dem Kurd Laßwitz, ein anderer Wegbereiter der Zukunftsliteratur in Deutschland, Unterricht in Mathematik und Physik erteilte. Diese Begegnung sollte für Dominik prägend für sein ganzes weiteres Leben werden. Kurd Laßwitz ließ zudem einen Teil seiner literarischen Werke bei Dominiks Vater publizieren. Nach abgelegtem Abitur 1893 studierte Hans Dominik an der Technischen Hochschule in Berlin Maschinenbau mit Schwerpunkt Eisenbahntechnik. 1894 erkrankte sein Vater schwer. Hans Dominik musste sein Studium unterbrechen, da durch diese Erkrankung die geschäftlichen Aktivitäten seines Vater stark zurückgingen. Er musste Geld verdienen und arbeitete als Elektriker im Rheinland, bis sich eine Fortsetzung des Studiums ergab. 1895 unternahm er eine erste Amerikareise. Bei einer weiteren Reise in die USA blieb er ein ganzes Jahr dort und verdiente sich seinen Unterhalt als Elektroingenieur. In den Vereinigten Staaten gewann er viele technische und wirtschaftliche Erkenntnisse sowie Einblicke in ein von Deutschland gänzlich verschiedenes Land. Diese Erlebnisse flossen in eine Jugendbuchserie ein, John Workman, der Zeitungsboy, die Erfolgsstory eines Zeitungsjungen, der es in Amerika bis zum Millionär bringt. Beruf: Ingenieur (und journalistische Anfänge) 1898 brach er sein Studium ab und arbeitete aufgrund verlockender Angebote aus der Industrie als Elektroingenieur. 1900 kam Dominik zu Siemens & Halske in die Abteilung für Beleuchtung und Kraft. Hier fertigte er eine gründliche Arbeit über die Elektrifizierung im Bergbau für die Pariser Weltausstellung an und übernahm anschließend für ein Jahr das Büro für Literatur von Siemens & Halske. 1905 wechselte er seine Stellung und wurde technischer Lokalreporter beim Berliner Lokal-Anzeiger. Seit 1901 arbeitete er bereits nebenher als technischer Autor und Werbetexter. Viel gelesen wurden seine kurzen Abhandlungen im Berliner Tageblatt, die Überschriften trugen wie "Technische Märchen", "Was sich die Oberleitung erzählt" oder "Memoiren einer Taschenuhr". Seine ungewöhnliche rasche Auffassungsgabe sowie die Fähigkeit einer klaren und überzeugenden Darstellung komplizierter technischer Sachverhalte sprachen sich schnell herum und brachten ihm immer neue Angebote. Dominiks erste utopische Erzählungen erschienen ab 1907 im Neuen Universum, einem Jahrbuch für die Jugend. 1910 schloss er mit Lieselotte Runge die Ehe. Aus ihr ging als einziges Kind seine Tochter Lieselotte hervor. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, wurde er infolge eines Wirbelsäulenleidens nicht eingezogen und arbeitete erneut für die Elektrofirma Siemens & Halske, diesmal im Bereich der Telegraphie. Von ca. 1912 bis 1919 schrieb er für den Berliner C. Duncker Verlag fast jedes Jahr einen Roman. Diesen Werken war jedoch kein großer Erfolg beschieden, da sie nur selten in mehr als einer Auflage herauskamen. Dramaturg und Freier Schriftsteller Nach dem Krieg war er von 1918 bis 1920 als Dramaturg für technische Kurzfilme tätig. Der erste utopische Roman Die Macht der Drei erschien 1922 als Fortsetzungsroman in der Woche und wurde im selben Jahr in Buchform herausgegeben. Der große Erfolg, der sich danach einstellte, machte ihn in weiten Kreisen des deutschen Leserpublikums bekannt. Die Inflation zwang ihn allerdings zunächst zur Annahme einer festen Stellung. Erst ab 1924 konnte er erneut als freier Schriftsteller arbeiten. In schneller Folge erscheinen weitere Zukunftsromane. Bedeutung Hans Dominik ist einer der bedeutendsten Pioniere der Zukunftsliteratur in Deutschland. Seine Science-Fiction-Erzählungen erfreuten sich seit Anfang des vorigen Jahrhunderts bis in die heutige Zeit großer Popularität. Sie wurden in hohen Auflagen gedruckt und bis heute immer wieder neu aufgelegt. Neben der SF schrieb er auch Sachbücher und Artikel mit technisch-wissenschaftlichem Inhalt. Inhalte und Stil Hans Dominiks Romane der 1920er Jahre waren vom damaligen Zeitgeist in Deutschland geprägt. Im Mittelpunkt seiner Handlungen stehen meist deutsche Ingenieure oder Wissenschaftler, die ihre Erfindungen und Entdeckungen gegen undurchsichtige Konzerne und feindliche Nationen verteidigen müssen. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg bedienten Dominiks Romane die deutschnationalen Träume vieler Leser, wobei allerdings in den Romanen Deutschland als Nation praktisch keine Rolle spielte - im Gegenteil: ein Leitmotiv in fast allen Romanen ist eine multinationale Kooperation (zumeist bei der Forschung), in manchen Romanen wurde ein vereintes, demokratisches Europa angedeutet. Primäres Ziel der Erfindungen und Entdeckungen ist die friedliche Nutzung und teilweise eine recht deutliche Ablehnung von Krieg (in Das Erbe des Uraniden geht es z.B. um den Missbrauch von Atomenergie zu kriegerischen Zwecken und die Verbitterung des Entdeckers). In Atlantis wird trotz Warnungen der Panamakanal mit Hilfe einer Atomsprengung drastisch erweitert, so dass der Golfstrom in den Pazifik entweichen kann, was eine Eiszeit auf der Nordhalbkugel auslöst. Ein wiederkehrendes Motiv ist auch eine gewisse, speziell indische Mystik, die eigentlich im krassen Gegensatz zu den häufig nüchternen, technisch-utopischen Darstellungen steht: So werden auch die Themen Gedankenlesen, Wahrsagerei und Gedankenbeinflussung behandelt. In späteren Neuauflagen wurden mitunter recht drastische Änderungen vorgenommen, um die Romane zu modernisieren. So beschreibt Dominik in Wettflug der Nationen ausschließlich Propellerflugzeuge samt den damit einher gehenden Geschwindigkeiten und technischen Problemen. In den Neuauflagen wurden daraus Strahlflugzeuge mit verdoppelten Geschwindigkeiten, was den Fluss der Handlung stört. In den Romanen werden oft Anglizismen bzw. englische Redewendungen verwandt. Rassismus in den Romanen In seinen frühen Romanen thematisiert er auch einen "Kampf der Kulturen", in dem die Europäer gemeinsam gegen andere Rassen - namentlich "die gelbe Gefahr" China, die Araber und die Schwarzafrikaner - um die dominante Stellung in der Welt streiten. In seinem Roman Die Spur des Dschingis-Khan aus den Jahren 1922/23 plädiert die Hauptperson für eine "Rückführung" schwarzer Bürger der USA auf den afrikanischen Kontinent. Eigentümlich an diesem Rassismus ist jedoch, dass dieser nicht als Thema die "Überlegenheit" der "weißen Rasse" hat, sondern es wird eine Art Verantwortung dargestellt, die die "weiße Rasse" habe, um "die Welt zu regieren und dass in Zukunft eine andere Rasse (schwarz, gelb) käme, die die Bürde der Verantwortung von den Schultern nehmen werde". Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden seine Romane in der BRD von problematisch empfundenen Stellen bereinigt. Durch diese teilweise drastischen Überarbeitungen wurden einige Werke auf bis zu ein Sechstel des ursprünglichen Umfangs zusammengestrichen. Ungekürzte Ausgaben kamen erst in den letzten Jahren - z.B. mit der Jubiläumsedition im Heyne-Verlag - wieder heraus, wobei auch in diesen Ausgaben teilweise Passagen entfernt wurden: So wird in Der Wettflug der Nationen die Einrichtung eines Flugplatzes im brasilianischen Urwald beschrieben, der durch einen tödlichen elektrischen Zaun und Maschinenkanonen vor Indios geschützt wird. Durch diesen "Schutz" sterben diverse Indios (was bewusst in Kauf genommen wird), bis diese schließlich die Gegend verlassen. Diese Passage fehlt in manchen Ausgaben. In der DDR waren die Werke von Hans Dominik verboten. Auch im Dritten Reich hatte es mit einem Roman Probleme gegeben: 1941 durfte Das stählerne Geheimnis nicht mehr verkauft werden. Frauenbild in den Romanen Die Darstellung der Frauen (sofern in den Romanen Frauen vorkommen, was nicht oft der Fall ist) ist recht eindimensional: die Rolle der Frau wird entweder als eher schwach und schutzbedürftig oder als stark, dafür aber berechnend und manipulativ porträtiert. Ehrungen Hans Dominiks Grab liegt auf dem Friedhof Zehlendorf in Berlin. In der Bogotastraße 2a (ehemals Herderstraße) wurde am 2. Juli 1999 eine Gedenktafel enthüllt. Hans Dominik lebte hier von 1908 bis zu seinem Tod. http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Dominik. [Keywords: Zukunftsroman, Zukunftstechnologien, Utopien, Atom, Abenteuer, Atomisten, Zukunftsromane, Utopischer Roman, Atomenergie, Utopie, Jugendbuch, Jugendbücher, Abenteuerliteratur, Science Fiction, Zukunftsvisionen, Atomphysiker, Atomphysik, Atomtechnik, Weltraum, Weltraumfahrt, Atomismus, Atomstaat] Language: German Item number: 40385 271 additional items found in catalog Science Fiction / Fantasy offered by Bouquinist Versand-Antiquariat, Germany | Payments accepted by this seller: Credit Cards, Bank Transfer Price: EUR 10.00 Shipping (Standard): EUR 5.00 Total: EUR 15.00 (app. 19.05 US$) |
| No. 2 | Wien, Tosa Verlag, ohne Jahresangabe, ca. 1967. Limitierte Sonderausgabe. 319 Seiten. Einband: P.R. Drake. 19,5 cm. Illustrierter Pappband. Guter Zustand. - Im Mittelpunkt des Buches steht das technische Problem der Erschließung der Schätze des Erdinnern durch einen Schacht, der durch die tiefste Stelle des Weltmeeres geführt wird. Dazu fügt Dominik das spannungssteigernde Beiwerk der wirtschaftlich-weltpolitischen Auswirkung dieses technischen Projektes, das der Erzählung den Gehalt des Zukunftsromans von Format gibt - Der Meistererzähler technischer Zukunftsromane, schildert, aufbauend auf der Basis wissenschaftlich- kultureller Erkentnisse, wohin die rasende Entwicklung der Technik unsere Welt treibt. - - Hans (Joachim) Dominik (* 15. November 1872 in Zwickau; 9. Dezember 1945 in Berlin) war ein deutscher Science-Fiction- und Sachbuchautor, Wissenschaftsjournalist und Ingenieur (Elektrotechnik, Maschinenbau). Familiärer Hintergrund und Studienjahre Hans Dominik wurde als Sohn des Journalisten und Verlegers Friedrich Wilhelm Emil Dominik und dessen Frau Hedwig, geborene Mügge, am 15. November 1872 in Zwickau (Sachsen) geboren. Er ist der Enkel von Theodor Mügge. Seine Jugendjahre wie auch den größten Teil seines Lebens verbrachte er in Berlin. Er besuchte verschiedene Gymnasien, u.a. das Gymnasium in Gotha, an dem Kurd Laßwitz, ein anderer Wegbereiter der Zukunftsliteratur in Deutschland, Unterricht in Mathematik und Physik erteilte. Diese Begegnung sollte für Dominik prägend für sein ganzes weiteres Leben werden. Kurd Laßwitz ließ zudem einen Teil seiner literarischen Werke bei Dominiks Vater publizieren. Nach abgelegtem Abitur 1893 studierte Hans Dominik an der Technischen Hochschule in Berlin Maschinenbau mit Schwerpunkt Eisenbahntechnik. 1894 erkrankte sein Vater schwer. Hans Dominik musste sein Studium unterbrechen, da durch diese Erkrankung die geschäftlichen Aktivitäten seines Vater stark zurückgingen. Er musste Geld verdienen und arbeitete als Elektriker im Rheinland, bis sich eine Fortsetzung des Studiums ergab. 1895 unternahm er eine erste Amerikareise. Bei einer weiteren Reise in die USA blieb er ein ganzes Jahr dort und verdiente sich seinen Unterhalt als Elektroingenieur. In den Vereinigten Staaten gewann er viele technische und wirtschaftliche Erkenntnisse sowie Einblicke in ein von Deutschland gänzlich verschiedenes Land. Diese Erlebnisse flossen in eine Jugendbuchserie ein, John Workman, der Zeitungsboy, die Erfolgsstory eines Zeitungsjungen, der es in Amerika bis zum Millionär bringt. Beruf: Ingenieur (und journalistische Anfänge) 1898 brach er sein Studium ab und arbeitete aufgrund verlockender Angebote aus der Industrie als Elektroingenieur. 1900 kam Dominik zu Siemens & Halske in die Abteilung für Beleuchtung und Kraft. Hier fertigte er eine gründliche Arbeit über die Elektrifizierung im Bergbau für die Pariser Weltausstellung an und übernahm anschließend für ein Jahr das Büro für Literatur von Siemens & Halske. 1905 wechselte er seine Stellung und wurde technischer Lokalreporter beim Berliner Lokal-Anzeiger. Seit 1901 arbeitete er bereits nebenher als technischer Autor und Werbetexter. Viel gelesen wurden seine kurzen Abhandlungen im Berliner Tageblatt, die Überschriften trugen wie "Technische Märchen", "Was sich die Oberleitung erzählt" oder "Memoiren einer Taschenuhr". Seine ungewöhnliche rasche Auffassungsgabe sowie die Fähigkeit einer klaren und überzeugenden Darstellung komplizierter technischer Sachverhalte sprachen sich schnell herum und brachten ihm immer neue Angebote. Dominiks erste utopische Erzählungen erschienen ab 1907 im Neuen Universum, einem Jahrbuch für die Jugend. 1910 schloss er mit Lieselotte Runge die Ehe. Aus ihr ging als einziges Kind seine Tochter Lieselotte hervor. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, wurde er infolge eines Wirbelsäulenleidens nicht eingezogen und arbeitete erneut für die Elektrofirma Siemens & Halske, diesmal im Bereich der Telegraphie. Von ca. 1912 bis 1919 schrieb er für den Berliner C. Duncker Verlag fast jedes Jahr einen Roman. Diesen Werken war jedoch kein großer Erfolg beschieden, da sie nur selten in mehr als einer Auflage herauskamen. Dramaturg und Freier Schriftsteller Nach dem Krieg war er von 1918 bis 1920 als Dramaturg für technische Kurzfilme tätig. Der erste utopische Roman Die Macht der Drei erschien 1922 als Fortsetzungsroman in der Woche und wurde im selben Jahr in Buchform herausgegeben. Der große Erfolg, der sich danach einstellte, machte ihn in weiten Kreisen des deutschen Leserpublikums bekannt. Die Inflation zwang ihn allerdings zunächst zur Annahme einer festen Stellung. Erst ab 1924 konnte er erneut als freier Schriftsteller arbeiten. In schneller Folge erscheinen weitere Zukunftsromane. Bedeutung Hans Dominik ist einer der bedeutendsten Pioniere der Zukunftsliteratur in Deutschland. Seine Science-Fiction-Erzählungen erfreuten sich seit Anfang des vorigen Jahrhunderts bis in die heutige Zeit großer Popularität. Sie wurden in hohen Auflagen gedruckt und bis heute immer wieder neu aufgelegt. Neben der SF schrieb er auch Sachbücher und Artikel mit technisch-wissenschaftlichem Inhalt. Inhalte und Stil Hans Dominiks Romane der 1920er Jahre waren vom damaligen Zeitgeist in Deutschland geprägt. Im Mittelpunkt seiner Handlungen stehen meist deutsche Ingenieure oder Wissenschaftler, die ihre Erfindungen und Entdeckungen gegen undurchsichtige Konzerne und feindliche Nationen verteidigen müssen. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg bedienten Dominiks Romane die deutschnationalen Träume vieler Leser, wobei allerdings in den Romanen Deutschland als Nation praktisch keine Rolle spielte - im Gegenteil: ein Leitmotiv in fast allen Romanen ist eine multinationale Kooperation (zumeist bei der Forschung), in manchen Romanen wurde ein vereintes, demokratisches Europa angedeutet. Primäres Ziel der Erfindungen und Entdeckungen ist die friedliche Nutzung und teilweise eine recht deutliche Ablehnung von Krieg (in Das Erbe des Uraniden geht es z.B. um den Missbrauch von Atomenergie zu kriegerischen Zwecken und die Verbitterung des Entdeckers). In Atlantis wird trotz Warnungen der Panamakanal mit Hilfe einer Atomsprengung drastisch erweitert, so dass der Golfstrom in den Pazifik entweichen kann, was eine Eiszeit auf der Nordhalbkugel auslöst. Ein wiederkehrendes Motiv ist auch eine gewisse, speziell indische Mystik, die eigentlich im krassen Gegensatz zu den häufig nüchternen, technisch-utopischen Darstellungen steht: So werden auch die Themen Gedankenlesen, Wahrsagerei und Gedankenbeinflussung behandelt. In späteren Neuauflagen wurden mitunter recht drastische Änderungen vorgenommen, um die Romane zu modernisieren. So beschreibt Dominik in Wettflug der Nationen ausschließlich Propellerflugzeuge samt den damit einher gehenden Geschwindigkeiten und technischen Problemen. In den Neuauflagen wurden daraus Strahlflugzeuge mit verdoppelten Geschwindigkeiten, was den Fluss der Handlung stört. In den Romanen werden oft Anglizismen bzw. englische Redewendungen verwandt. Rassismus in den Romanen In seinen frühen Romanen thematisiert er auch einen "Kampf der Kulturen", in dem die Europäer gemeinsam gegen andere Rassen - namentlich "die gelbe Gefahr" China, die Araber und die Schwarzafrikaner - um die dominante Stellung in der Welt streiten. In seinem Roman Die Spur des Dschingis-Khan aus den Jahren 1922/23 plädiert die Hauptperson für eine "Rückführung" schwarzer Bürger der USA auf den afrikanischen Kontinent. Eigentümlich an diesem Rassismus ist jedoch, dass dieser nicht als Thema die "Überlegenheit" der "weißen Rasse" hat, sondern es wird eine Art Verantwortung dargestellt, die die "weiße Rasse" habe, um "die Welt zu regieren und dass in Zukunft eine andere Rasse (schwarz, gelb) käme, die die Bürde der Verantwortung von den Schultern nehmen werde". Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden seine Romane in der BRD von problematisch empfundenen Stellen bereinigt. Durch diese teilweise drastischen Überarbeitungen wurden einige Werke auf bis zu ein Sechstel des ursprünglichen Umfangs zusammengestrichen. Ungekürzte Ausgaben kamen erst in den letzten Jahren - z.B. mit der Jubiläumsedition im Heyne-Verlag - wieder heraus, wobei auch in diesen Ausgaben teilweise Passagen entfernt wurden: So wird in Der Wettflug der Nationen die Einrichtung eines Flugplatzes im brasilianischen Urwald beschrieben, der durch einen tödlichen elektrischen Zaun und Maschinenkanonen vor Indios geschützt wird. Durch diesen "Schutz" sterben diverse Indios (was bewusst in Kauf genommen wird), bis diese schließlich die Gegend verlassen. Diese Passage fehlt in manchen Ausgaben. In der DDR waren die Werke von Hans Dominik verboten. Auch im Dritten Reich hatte es mit einem Roman Probleme gegeben: 1941 durfte Das stählerne Geheimnis nicht mehr verkauft werden. Frauenbild in den Romanen Die Darstellung der Frauen (sofern in den Romanen Frauen vorkommen, was nicht oft der Fall ist) ist recht eindimensional: die Rolle der Frau wird entweder als eher schwach und schutzbedürftig oder als stark, dafür aber berechnend und manipulativ porträtiert. Ehrungen Hans Dominiks Grab liegt auf dem Friedhof Zehlendorf in Berlin. In der Bogotastraße 2a (ehemals Herderstraße) wurde am 2. Juli 1999 eine Gedenktafel enthüllt. Hans Dominik lebte hier von 1908 bis zu seinem Tod. http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Dominik. [Keywords: Zukunftsroman, Zukunftstechnologien, Utopien, Atom, Abenteuer, Atomisten, Zukunftsromane, Utopischer Roman, Atomenergie, Utopie, Jugendbuch, Jugendbücher, Abenteuerliteratur, Science Fiction, Zukunftsvisionen, Atomphysiker, Atomphysik, Atomtechnik, Weltraum, Weltraumfahrt, Atomismus, Atomstaat] Language: German Item number: 40386 271 additional items found in catalog Science Fiction / Fantasy offered by Bouquinist Versand-Antiquariat, Germany | Payments accepted by this seller: Credit Cards, Bank Transfer Price: EUR 9.00 Shipping (Standard): EUR 5.00 Total: EUR 14.00 (app. 17.78 US$) |
| No. 3 | Leipzig, Koehler & Amelang (1936). 30.-39.Tsd. Lwd.m.mont.Rü.-schild, 8°, Kopffarbschn., 254 S., M.zahlr.Abb.a.Taf. (teilweise in Farbe und ausklappbar.) sowie zahlr.Illustr.v. Oswald Voh. Die Entwicklung eines neuartigen Vistra-Stoffes (aus deutscher Zellwolle) sollte nach 1936 in einem sog. "nationalen Faserstoffprogramm"das deutsche Volk in einem weiter gehenden Maße vom Ausland unabhängig" machen. (Ähnlich der Entwicklung des Malimo-Gewebes in der DDR); Seit 1901 arbeitete Hans Dominik (1872-1945) bereits nebenher als technischer Autor und Werbetexter. Viel gelesen wurden seine kurzen Abhandlungen im Berliner Tageblatt, die Überschriften trugen wie "Technische Märchen", "Was sich die Oberleitung erzählt" oder "Memoiren einer Taschenuhr". Seine ungewöhnliche rasche Auffassungsgabe sowie die Fähigkeit einer klaren und überzeugenden Darstellung komplizierter technischer Sachverhalte sprachen sich schnell herum und brachten ihm immer neue Angebote.; Der Einbd.konsequenterweise in rot-weissem Vistra-Gewebe!; GUTER ZUSTAND (leider ohne das ursprünglich beigegenbene kleine Vistra-Pröbchen) Item number: 16177 | Payments accepted by this seller: Bank Transfer Price: EUR 16.00 (Shipping not specified) (app. 20.32 US$) |
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